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Im Jahr 1140 wurde der selige Hartmann, Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes
Klosterneuburg bei Wien, zum Bischof von Brixen gewählt.
In Brixen folgte er nicht dem Beispiel des Salzburger Erzbischofs
Konrad I. von Abensberg (1106-1147) und unterließ den Versuch,
das Domkapitel durch die Annahme der Augustinusregel zu reformieren. Es
wird angenommen, dass er dies aufgrund des zu erwartenden heftigen Widerstandes
der Kanoniker vermied. Vielmehr gründete er drei Kilometer nördlich
der Bischofsresidenz das Augustiner-Chorherrenstift Neustift. Bei dieser
Stiftung wurde er durch den Burggrafen von Säben Reginbert und dessen
Gemahlin Christina tatkräftig unterstützt. Beide statteten die
Neugründung mit umfangreichen Grundbesitzungen und Rechten aus.
Schon unter dessen ersten Propst Heinrich I. (1143-1164) schenkte Hartmann
dem Stift 1157 die Pfarrei Natz, in deren Gebiet das Kloster lag. Die Seelsorge
wurde vom Augenblick der Inkorporation der Pfarre an direkt vom Stift
aus vorgenommen.
Um 1160 Jahr übergab Hartmann auch die Pfarrei Kiens den Chorherren
von Neustift. |